Jetzt darf ich Karin Echter ganz herzlich im Podcast begrüßen. Karin ist Personalleiterin, also für Personalmanagement und Personalentwicklung bei der Lebenshilfe Starnberg zuständig und hat die besondere Rolle, dass sie auch als Mitglied des Geschäftsführungsteams als sogenannter ZV-Lead tätig ist. Das heißt, sie tut nicht nur in ihrer Personalabteilung auch mit dem neuen Verfahren arbeiten, sondern sie ist auch Ansprechpartnerin für ausgewählte Einrichtungen von Seiten der Geschäftsführung, um Gespräche zu führen, Verhandlungen zu führen über die Ziele und die Ergebnisse der einzelnen Einrichtungen. Nach meinem Wissen sind es fünf, aber da werden wir nachher nochmal ein bisschen mehr vielleicht dazu hören. Und Karin Echter hat natürlich durch das in der Geschäftsstelle Arbeit naturgemäß viel mit Schnittstellen zu tun. Sie war Teilnehmerin am Pilotprojekt und wird uns jetzt berichten, was sich nach der Pilotphase geändert hat.
Heute ist 15. April 2026. Wir befinden uns in der Rolloutphase im zweiten Quartal der Einführung von ZV 2.0. Jetzt sage ich erstmal ganz herzlich willkommen, liebe Karin. Danke, Martina, auch für die kurze und treffende Vorstellung. Meine erste Frage bezieht sich tatsächlich nochmal auf die Pilotphase.
Du warst ja mit dabei, hast an allen Workshops, an allen Gedanken und Überlegungen sehr maßgeblich mitgewirkt. Und es wurden ja am Ende der Pilotphase Änderungen vorgenommen.
Was hat sich durch die Pilotphase am Verfahren von ZV 2.0 am stärksten verändert?
Ich höre deine Frage und habe schon gehört, dass du ja sagst, das hat sich am Verfahren. Ich habe da die Betonung gehört und gleichzeitig merke, wenn ich die Frage höre, dass mir als erstes in Gedanken kommt. Und das sage ich jetzt einfach so. Ich finde das ein tolles Gemeinschaftsprojekt. Also wir, die Lebenshilfe Starnberg, dass wir das miteinander so angehen. Wir haben immer wieder Themen, die wir miteinander bearbeiten.
Aber es ist ja doch öfters so, dass man sagt, Teilbereiche, bestimmte Einrichtungen oder dann die Geschäftsstelle. Aber das ist ein Projekt, dass wir unsere Zielvereinbarungen umgestellt haben, die alle Dienste, Einrichtungen inklusive der Geschäftsstelle betreffen. Und das erlebe ich als ganz was Bereicherndes und auch was Besonderes. Jetzt komme ich aber natürlich auf deine Frage noch zurück, was sich denn inhaltlich so geändert hat. Also ich stelle fest, dass der Blick aufs Ganze schärfer ist. Also wir haben unser Leitbild, wir haben unsere Strategie, daraus haben wir die Jahresziele.
Und da leitet man dann ja die Einrichtungs- bzw. Jahresziele ab. Das ist alles viel präsenter. Also ich habe den Eindruck, sonst gab es auch Zielvereinbarungen. Man hat immer mal mehr, mal weniger intensiv daran gearbeitet, wie es halt der Arbeitsalltag dann auch immer wieder zugelassen hat. Und jetzt habe ich den Eindruck, durch diese Verbindung und dass wir alle den gleichen Rahmen haben, sicherlich natürlich auch dadurch, dass man so das Rollout und die ganzen Schulungen, die du schon erwähnt hattest, aber dass das viel mehr im Arbeitsalltag präsenter ist.
Und dieses Verfahren einerseits einen klaren Rahmen und eine Richtung vorgibt und gleichzeitig aber so viel individuellen Spielraum lässt, auch im Hinblick auf die Festlegung der Jahresziele, dass ich mich einerseits unter dem Mantel der Strategie und der Vorgaben finde. Und gleichzeitig hat jede Einrichtung, jeder Dienst, auch die Geschäftsstelle, die Möglichkeit, die individuellen Belange, Bedürfnisse, an was wollen wir dieses Jahr arbeiten, was ist sinnvoll, dass man sich da wiederfindet und praktisch mit dem Spielraum ja praktisch seine Ziele damit festlegen kann. Und die Art und Weise der Bearbeitung der Ziele, das ist für mich auch nochmal eine große Veränderung. Ich erlebe diese Einteilung in die quartalsweisen Schlüsselziele, dass das der Praxis sehr entgegenkommt. Also wir kennen das, denke ich, alle, dass einen der Arbeitsalltag oft sehr einnimmt, manchmal sogar überrollt. Wenn man dann zu einem Zeitpunkt X vielleicht nochmal sieht, stimmt, an diesen Zielen wollte ich ja auch noch arbeiten.
Und jetzt mit dieser, ich nenne es manchmal so häppchenweisen Aufteilung der einzelnen Schlüsselziele in den Quartalen, ist A, das Ziel nicht mehr so, dass das so ein Berg vor einem ist, sondern es ist viel klarer, strukturierter, wird dadurch auch erreichbarer und man fühlt sich mehr motiviert. Und gleichzeitig kann man die Flexibilität und auch die Transparenz erlebe ich als große Veränderung. Wir wissen, wenn man reinschaut bei uns in die Unterlagen in Teams, kann jeder bei jeder Einrichtung, Dienst reinschauen, oh, an was arbeiten die denn gerade so, was nicht nur vielleicht interessant ist, sondern ich finde auch eine Auswirkung auf unser Arbeiten hat, weil wir voneinander mehr wissen und vielleicht manches besser nachvollziehen können, warum die jetzt den Schwerpunkt plötzlich da drauf legen. Oder vielleicht wird es gerade auch für mein Thema kein so ganz großes Ohr haben, weil ich weiß, dass die vielleicht gerade an einer ganz anderen Stelle sich da im Schwerpunkt befinden.
Finde ich, klingt total spannend. Ich finde, du hast es auch nochmal sehr lebendig erzählt und freue mich irgendwie, dass das so eine Wirkung auch hat.
Du hast gerade auch erwähnt, eben die Geschäftsstelle und das alle mitmachen, das ein Gemeinschaftsprojekt ist. Da schließt sich gleich die nächste Frage an, nämlich, wie hat sich denn der Arbeitsalltag verändert, seit mehrere Abteilungen ZV 2.0 nutzen?
Da bin ich noch ein bisschen zurückhaltend mit meiner Einschätzung. Das hat den Grund, also die gesamte Geschäftsstelle war informiert, aber aktiv daran beteiligt waren nur Einzelne. Und wir jetzt praktisch seit diesem Kalenderjahr jetzt den Start haben, dass weitaus mehr, bis alle beteiligt sind. Und somit kann ich noch gar keinen so einen Rückblick und ein Resümee ziehen. Das, was ich vorher gerade so erwähnt habe, dieses Miteinander und diese Transparenz, die ist jetzt auch schon stark spürbar. Die Auswirkungen, ich glaube, das wird spannend und vielleicht unterhalten wir uns da nochmal zum späteren Zeitpunkt.
Sehr gerne, weil wir bleiben ja weiterhin in Kontakt. Wir machen jetzt dann auch die Zwischenauswertung und dann habt ihr ja jetzt auch noch einen sehr bedeutsamen Geschäftsführerwechsel. Und dann muss man ja da auch schauen, dass der oberste Chef auch irgendwie mit reinkommt in das Geschehen. Und dann werden wir uns bestimmt auch nochmal weiter unterhalten.
Was in der Auswertung der Pilotphase ja auch ein größeres Thema wurde, war diese sogenannten Schnittstellenziele. Das hatten wir oder hattet ihr am Anfang ein bisschen unterschätzt. Wenn jetzt sage ich ja mal eine Frühförderstelle und eine Buchhaltung irgendwie miteinander gemeinsame Ziele haben, dass man die im Vorfeld auch gut abklären sollte und abstimmen und hat auch nochmal Auswirkungen ja auch auf die Anzahl der Ziele gehabt. Und da würde mich jetzt interessieren, wo funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen beziehungsweise zu den Einrichtungen gut? Wo entstehen Reibungen? Und wie können Zielvereinbarungen helfen, diese zu verbessern?
Im Großen und Ganzen, mag ich vorweg sagen, dass wir also gute bis sehr gute Zusammenarbeit haben. Aber das, was du ansprichst, Martina, ja, Schnittstellen. Ich glaube, das ist in vielen Unternehmen ja, ist einfach immer eine spannende Stelle, sagt ja das Wort schon, dass da was zusammentrifft, wo man gut hinschauen muss.
Wenn Reibungen entstehen bei uns, was es bei den Schnittstellen angeht, dann ist unsere Erfahrung, dass es oft daran liegt, dass vielleicht Regelungen nicht ganz klar so formuliert werden oder vielleicht auch ein bisschen wieder aus dem Blick verloren wurden, nicht absichtlich, sondern einfach im Zuge des aktiven Tuns, dass sie ein bisschen in den Hintergrund gerutscht sind. Und ich merke so, was jetzt auch mit den Zielvereinbarungen angeht, dass bei uns schon auch Themen aufgetaucht sind, sowohl von Seiten der Einrichtungen, aber auch gerade hier in der Geschäftsstelle, weil wir ja nicht für uns alleine letztendlich die Dinge regeln, verwalten, abrechnen, sondern wir ja immer Schnittstellen mit unseren Einrichtungen, Diensten und den KollegInnen in den jeweiligen Einrichtungen haben, dass das häufiger jetzt auch als Ziel mit aufgetaucht ist. Und da finde ich eine besondere Herausforderung nochmal, dass man auch gut im Blick hat, dass ich damit ja hier jetzt in der Geschäftsstelle, wenn ich das als Beispiel sage, sage, ach ja, ich würde vielleicht im Bereich Personal eine Schnittstelle gerne nochmal neu regeln mit, ich nenne es mal als Beispiel mit einem Wohnheim, ja, muss man einfach gut im Blick haben. Das ist einerseits Herausforderung und gleichzeitig sehe ich aber auch da wieder einen Vorteil dieser Regelung, wenn aber vielleicht das Wohnheim schon mit zwei, drei anderen Zielen praktisch schon mit involviert ist, dass die rechtzeitig an einer bestimmten Stelle mit Sicherheit sagen, ey, stopp einmal, das überfordert uns jetzt, aber ich kann nicht damit arbeiten, damit arbeiten und jetzt kommen sie an. Oder kommst du auch nochmal mit einem Ziel? Dass man das gut im Blick hat und da geht es aber gut so ein Bogen, was ich vorher gesagt habe, was die Transparenz angeht.
Also entweder ist man im Vorfeld schon ein bisschen in der Absprache natürlich und im Schauen und spätestens dann aber, wenn ich auch nochmal einen Blick reinwerfe, wo bewegen sich denn alle anderen so, wo haben die ihre Schwerpunkte gesetzt, dass man dann vielleicht nochmal ein bisschen nachsteuert oder ändert oder auch mal vielleicht der Ziel verschiebt und sagt, okay, verlieren wir nicht aus dem Blick, machen wir aber vielleicht nicht in dem Jahr, sondern dann im kommenden Jahr. Ja, also das heißt, diese Flexibilität ist auf alle Fälle gegeben. Ich meine, es ist ja schon ein sehr groß aufgesetzter Prozess und trotzdem höre ich raus, dass es immer wieder möglich ist, auch was anzupassen. Und das kann ich mir vorstellen, macht auch die Akzeptanz bei den TeilnehmerInnen größer.
Wir kommen jetzt nochmal zu diesem Verhandlungsprozess auf GF-Ebene, wo du ja diese besondere Rolle als ZV-Lead hast. Was ist heute anders, wenn Ziele vorgeschlagen, verhandelt oder abgenommen werden?
Ja, auch da mag ich vorweg schicken, also ich nehme was anders wahr, aber halt jetzt mit dem Blick auf das bisherige, der jetzt noch nicht ein ganz langer Weg ist, aber schon ein bisschen eine Strecke, kann ich zurückblicken. Ich finde auch hier, was ich schon vorher kurz gesagt habe, dass dieser Bezug, ich hätte es gar nicht so groß eingeschätzt, der Bezug auf die Strategie und die Jahresziele, dass die so eine Auswirkung auch darauf haben, was die Gesprächsgrundlage, die Ebene angeht. Meine Wahrnehmung ist, dass wir einfach schon von einem anderen Standpunkt aus miteinander starten. Wir haben zuvor auch ein Leitbild gehabt und haben gewusst, wo wir ungefähr hinwollen, aber da war es nicht so im Mittelpunkt gestanden und vielleicht auch die Transparenz, nicht ganz so eine hohe wie jetzt. Das heißt, ich habe den Eindruck, wenn wir uns da zu Verhandlungen, nenne ich es jetzt mal zu Zielgesprächen, Zielvereinbarungsgesprächen treffen. Wir starten schon ganz woanders und haben die gleiche Basis, den gleichen Ausgangspunkt.
Und wenn wir dann darüber diskutieren, welches Ziel ist häufig ähnlicher Meinung, manchmal gleicher, manchmal hat man vielleicht auch andere Vorstellungen, wo man sagt, ach, die müssten doch aber eigentlich da dran arbeiten. Und entweder klärt es sich dann im Gespräch oder wir bringen alle nochmal dadurch meine Sichtweisen ein. Aber durch das, dass wir immer von dem gleichen Rahmen ausgehen, habe ich immer den Eindruck, dass wir nicht abweichen oder unser großes Ziel, nenne ich es jetzt mal, aus den Augen verlieren, sondern wir verfolgen alle Ähnliches, dasselbe. Wir haben das gleiche Ziel im Auge und dazwischen gibt es halt unterschiedliche Schwerpunktsetzungen nochmal. Also somit habe ich den Eindruck, die Diskussionen sind weniger, also das mal vielleicht auch was Zeitressourcen angeht. Und es ist konkreter und wir finden immer wieder schnell unseren Bezug.
Das ist was, was ich als großen Unterschied erlebe. Und ich finde ja, Ziele formulieren wirklich eine sehr hohe Kunst.
Da sind wir wirklich, glaube ich, auch noch mehr als auf dem Weg. Also da haben wir die Kür noch lange nicht erreicht. Da befinden wir uns, glaube ich, auf einem guten Weg. So kann ich es nennen. Aber so ein Ziel, treffend, motivierend, da soll es noch erreichbar sein und sehr konkret zu formulieren, das finde ich jedes Mal wieder eine Aufgabe, eine Herausforderung, wo wir dran sind. Aber durch dieses ringen manchmal, nicht nur welches Ziel, sondern vor allem auch, wie formuliere ich das, dass das für alle zugänglich, für alle dann auch nochmal motivierend, verständlich ist, hat auch die schöne Begleiterscheinung, die ich finde, nicht zu unterschätzen ist, dass man so dicht immer an der Sache und am Thema ist und bleibt.
Und gleichzeitig haben wir alle immer unsere übergeordneten Ziele mit im Blick. Wunderbar. Wunderbar. Sehr schön. Wir kommen schon zu letzten Fragen, Karin. Nämlich nochmal Besonderheiten von Verwaltung.
Früher warst du ja meines Wissens als Einrichtungsleitung bei der Lebenshilfe tätig und bist dann ja irgendwie die Geschäftsstelle in die Verwaltungsebene gewechselt. Was würdest du denn sagen, was macht ZV 2.0 in einer Verwaltung besonders? Wo liegen hier die Christenschossen? Ja, das stimmt, Martina, du hast gesagt, ich komme aus der Pädagogik ursprünglich, aus der Heilpädagogik. Ich habe hier in der Lebenshilfe Starnberg als Leitung einer Frühförderstelle begonnen, bin jetzt hier in der Geschäftsstelle, habe einerseits meine Erfahrungen aus dem Bereich der Einrichtung vor Ort und jetzt hier aus der Verwaltung.
Ja, es macht schon nochmal manches ein bisschen vielleicht anders oder wir haben nochmal andere Fragestellungen und Herausforderungen als die KollegInnen dann in den jeweiligen Einrichtungen. Wir sind hier auch ein Team hier in der Geschäftsstelle und dennoch haben wir unterschiedliche Arbeitsbereiche.
Arbeitsbereiche, die auch nicht immer mit mehreren Personen besetzt sind. Also wir haben zum Teil Arbeitsbereiche, ich sage jetzt mal, mein Bereich, dann mit meinen Kolleginnen im Bereich Personal, da sind es mehrere MitarbeiterInnen, aber Sekretariat zum Beispiel oder auch unser EDV-Administrator, diese Abteilungen sind mit ein Frau, ein Mann besetzt. Und das bedeutet schon nochmal, finde ich, aus zweierlei Hinsicht etwas anderes. Zum einen mit der anderen Vielfalt, die wir in der Verwaltung mitbringen, mit unseren unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Wir haben uns jetzt zum Beispiel entschieden, nicht zwei Ziele festzulegen, Jahresziele, sondern wir haben uns für fünf entschieden, einfach um auch mehr Bereiche, nenne ich es jetzt mal, Abteilungen, wie man es dann auch nennen mag bei uns in der Geschäftsstelle, dass die sich beteiligen können. Und somit ist der Bereich Personal beteiligt, Faktura, Buchhaltung, Controlling und die Öffentlichkeitsarbeit, die jeweils sich Ziele vorgenommen, formulieren und festgelegt haben.
Und da drin steckt aber nochmal die besondere Herausforderung, dass man gut schauen muss, ah, wer ist denn bei diesen jetzt fünf Zielen jeweils nochmal beteiligt. Denn ich habe zum Beispiel gerade vorher gesagt, EDV-Administrator, da haben wir einen Kollegen. Jetzt angenommen nur bei drei, nur in Anführungszeichen drei Zielen, um die Digitalisierung und um so ein Thema, da muss man gut schauen, dass dann der Kollege nicht sagt, liebe Leute, es ist toll, dass ihr euch da so auf den Weg macht und ich unterstütze euch gerne, aber nicht mit drei, vier Projekten zielen gleichzeitig. Das müssen wir nochmal anders aufstellen. Und da einen Blick drauf zu haben, das finde ich, hat auch wieder ein bisschen einen Bogen zu den Schnittstellen, wo man vorher schon war, Martina. Auch da finde ich aber, dass dieses ZV 2.0 eine gute Möglichkeit bietet.
Wir sind in der Erarbeitung, wir haben das Wiedereinander, wir haben es uns gegenseitig vorgestellt und spätestens da wird dann schon ersichtlich, oh, da müssen wir vielleicht nochmal ein bisschen anders vorgehen. Wenn vielleicht einzelne Arbeitsbereiche oder einzelne KollegInnen zu sehr involviert sind in zu viel, was dann nicht mehr leistbar ist.
Das, was ich auch wahrnehme, was so neben Herausforderungen einfach auch nochmal ein bisschen was Chancen angeht oder Möglichkeiten auch für uns hier im Bereich der Verwaltung. Ich erlebe in dem gemeinsamen Tun, das war so auch nochmal ein Schwerpunkt, wo wir eingestiegen sind heute in unserem Gespräch, dass die Motivation sich gesteigert hat.
Zielvereinbarungen und Ziele verfolgen, jeder hat die Sinnhaftigkeit da drin erkannt. Da, glaube ich, hat es nie eine Diskussion gegeben. Aber die Motivation, es war ja manchmal so ein, ach, das auch noch, ja, manchmal so die Haltung. Und durch das, dass wir das so miteinander aufstellen und jede, jede Kollegin, soweit ich das jetzt mit meinem Abstand so sagen darf, hat das Gefühl, ich arbeite wirklich an etwas, was mir wichtig ist, wo ich etwas verändern will. Und nicht, weil, ach, das müssten wir jetzt auch noch machen. Die Motivation ist ja völlig andere.
Und durch das, dass so viele bis alle beteiligt sind, entsteht da auch nochmal so ein bisschen ein anderer Flow. Und das ist nicht ein, ach, ja, du hast ja auch noch dein Ziel. Sondern das ist so klar, wir arbeiten da miteinander dran, jeder so in seinem Bereich.
Arbeitserfolge sichtbar machen ist für mich noch so ein Thema. Das ist jetzt was, was, glaube ich, jetzt nicht eine besondere Stärke von uns allen hier ist. Ich glaube, das ist wahrscheinlich zum einen im sozialen Bereich eh schon ein bisschen nah. Und da haben wir uns in der Geschäftsstelle, dem, glaube ich, gut angeschlossen. Und mit diesen Quartalszielen auch diese Häppchen, wie ich vorher schon kurz gesagt gehabt hatte, es macht es erreichbarer, klarer. Und ich kann auch schon immer innerhalb eines Quartals anschauen, wo ich stehe.
Und vielleicht muss ich auch nochmal ein bisschen was verändern. Da gibt es auch nochmal die Flexibilität. Aber auch zu schauen, boah, das haben wir schon erreicht. Einen Teil davon, von unserem Ziel, was wir uns vorgenommen haben, haben wir geschafft. Und das finde ich wunderbar, dass man da mal innehalten kann. Und dass ich so bildlich oder vielleicht ja einmal wirklich richtig einmal sich selber auf die Schulter klopfen kann oder untereinander und sagen, haben wir schon geschafft.
Und jetzt gehen wir den nächsten Schritt an. Wunderbar, Karin. Ich erinnere mich, dass bei diesem frühen Verfahren, das ihr hattet, das ja auch viele Organisationen anwenden, dass man ein Ziel vereinbart. Und dann gilt das für das ganze Jahr. Und dann denkt man erst die letzten Wochen dran, ach Gott, ich muss noch meine Ziele machen. Ich glaube, dass dieser Weg nicht so davon geprägt ist, dass man sagt, jetzt kann man Erfolge feiern.
Und mit diesem Quartalshäppchen, wie du so schön sagst, was ja ein Herzstück von dieser OKR-Methode ist, das mehr erlebbar zu machen und sich dann auch mehr feiern zu können, ist, glaube ich, ein ganz, ganz zentraler, positiver Effekt. Ja, genau das wollte ich damit deutlich machen. Das sehe ich wirklich ganz genauso. Und dieses Feiern, also wir werden jetzt kein Fest veranstalten. Ich glaube, das ist ein Zuhörer, der Zuhörer, klar, das ist schon nicht mein. Aber dieses Kurzmann-Innehalt, ja.
Und wenn man sagt, oh ja, erreicht, ja, wo innerlich oder vielleicht ja auch wirklich in der Excel-Datei einen grünen Haken zu setzen und zu sagen, haben wir geschafft, ja, und wieder eine Etappe, ja. Weil das ja auch alles, wie du nochmal sagst, in eurer Excel-Datei dokumentiert wird. Zu was für einem Anteil hat man was erreicht, ist ein grüner Haken dahinter. Und das alleine zu sehen, ist schon irgendwie total was Schönes. Und was dann auch die Motivation, da weiter zu arbeiten, glaube ich, steigert. Wir sind am Ende, Karin.
Ich bedanke mich ganz herzlich für dein sehr, sehr lebendiges und motiviertes Mittun in diesem Podcast und wünsche dir und euch, gerade jetzt auch in dieser Phase, wo ein größerer Wechsel ansteht, einfach weiterhin viel Freude und schöne Erfolge in dem Verfahren. Danke, Martina, nehme ich gerne sowohl, also danke fürs Gespräch, das kann ich nur zurückgeben und gleichzeitig auch nochmal danke für die guten Wünsche.